Schrauben statt kleben, klemmen statt pressen, einhängen statt vernieten: Mechanische Lösungen bewahren Entscheidungsfreiheit. Bohrungen werden sparsam gesetzt und sauber markiert, vorhandene Löcher genutzt, neue Eingriffe dokumentiert. Kabeldurchführungen erfolgen über Zwischenböden, nicht durch Originalplatten. Auflagen schützen Flächen, Filz entkoppelt Vibrationen. So bleiben Stücke flexibel, lassen sich transportieren, neu kombinieren und später anders interpretieren, ohne dass bleibende Schäden entstehen oder die historische Substanz an Integrität verliert.
Neue Elemente sollten das Alte rahmen, nicht übertönen. Ein freistehender Sockel, lose Tabletts, maßgefertigte Inlays oder gesteckte Regalböden geben Funktion, ohne originalen Bestand zu perforieren. Farblich abgestimmte, leicht abgesetzte Oberflächen markieren bewusst die Erweiterung. Unsichtbare Distanzstücke vermeiden Reibung und ermöglichen Luftzirkulation. Steckerleisten laufen in separaten Kanälen, Leuchten werden geklemmt statt geschraubt. Diese Strategie macht Wandel möglich, schützt Werte und lässt den Dialog zwischen Generationen sichtbar, freundlich und konstruktiv bleiben.
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